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Geldtipp 3 - Führen Sie ein Haushaltsbuch
Ein Haushaltsbuch dient dazu, Ihre monatlichen Ausgaben möglichst exakt und detailliert zu erfassen. Im Idealfall können Sie so für jeden einzelnen Cent, den Sie ausgegeben haben, genau sagen, wofür Sie diesen Cent ausgegeben haben.
Eine weitere Funktion des Haushaltsbuches ist es, Ihnen zu zeigen, ob Sie vielleicht mehr ausgegeben haben als Sie eingenommen haben. Und schließlich kann Ihnen ein Haushaltsbuch zeigen, ob Sie in bestimmten Bereichen zuviel Geld ausgeben und wo Sie somit Geld sparen können.

Im Handel sind von verschiedenen Anbietern Haushaltsbücher erhältlich, Sie können es aber auch einfach auf ganz normalem Papier oder per PC führen. Die Form ist hier völlig unwichtig, entscheidend ist der Inhalt.

Im wesentlichen besteht das Führen eines Haushaltsbuchs darin, daß Sie Ihre Ausgaben und Einnahmen nach sinnvollen Kategorien getrennt notieren und am Monatsende Bilanz ziehen. Welche Kategorien Sie wählen und wie detailliert Sie Ihr Haushaltsbuch führen, bleibt Ihnen überlassen. Die nachstehenden Kategorien haben sich in der Praxis bewährt, Sie können aber jederzeit weitere hinzufügen.

Einnahmen:
- Lohn/Gehalt
- Nebenjob
- Zuwendungen (z.B. von Eltern, Verwandten)
- Unterhaltsleistungen
- Sozialleistungen (z.B. Kindergeld, Wohngeld etc.)
- Zinseinnahmen, Dividenden u.ä.
- Sonstiges

Es ist nicht nötig, jeweils eine eigene Spalte für jeden dieser Geldeingänge anzulegen, denn diese kommen meist nur einmal im Monat und können in einer Spalte zusammengefaßt werden, ohne daß die Übersichtlichkeit verlorengeht.

Ausgaben
- Wohnung (Miete, Strom, Telefon/Internet, Müllgebühren, Kabelgebühren etc.)
- Auto/Verkehr (Benzin, Steuer, Versicherung, Reparaturen, Reifen etc. / Ausgaben für den ÖPNV)
- Geldkosten (Zinsausgaben, Kontoführungsgebühren, Kreditkartenzinsen / -gebühren)
- Kreditraten, Tilgungen
- Versicherungen
- Lebensmittel
- Haushalt (Artikel wie Putzmittel, Waschmittel, Körperplegeartikel etc.)
- Tabakwaren
- Bekleidung/Schuhe
- Langlebige Gütern (Möbel, Fernsehgeräte, Waschmaschine, Kücheneinrichtung, Computer etc.)
- Freizeit (Ausgaben für Gastronomie, Sport, Beitrag Fitnesstudio, Bücher, DVDs etc.)
- Sonstiges (Neue Brille, Geschenke, Urlaub, Steuerberater etc.)

Wie Sie sehen, sind es nicht so viele Kategorien. Eine weitere Aufteilung können Sie aber vornehmen, wenn die Ausgabenstruktur Ihres Haushalts dies nahelegt.

Bei genauer Betrachtung der Kategorien sehen Sie, daß ein Teil der Ausgaben jeden Monat in gleicher oder ähnlicher Höhe vorkommt, z.B. Miete, Strom, Telefon/Internet, Kreditraten, andere Ausgaben zwar regelmäßig vorkommen, aber eben nicht monatlich, sondern vielleicht nur ein- oder zweimal jährlich. Beispiele hierfür sind Autoreparaturen, Möbelkäufe, Versicherungsbeiträge und anderes mehr. Derartige Ausgaben sind für viele Haushalte ein besonderes Problem, denn zum Teil sind sie nicht voraussehbar, können aber durchaus erheblich sein, z.B. Autoreparatur, andere sind voraussehbar, sprengen aber in der Regel das monatliche Budget. Beispiele hierfür sind Ausgaben für den Urlaub, Möbel, teure Unterhaltungselektronik etc.
Wenn Sie keine Rücklagen haben (oder vielleicht trotz Rücklagen, weil mehrere solcher größeren Zahlungen zusammentreffen) kann es leicht geschehen, daß Sie gezwungen sind, Ihr Konto zu überziehen oder sogar einen Kredit aufzunehmen. Dies hat dann zusätzliche Kosten für Sie zur Folge, die Ihr Budget belasten.

Das Führen eines Haushaltsbuchs löst keine Probleme, zeigt dafür aber auf, wo Probleme entstehen können. Wie vorstehend gezeigt sind es vor allem größere Ausgaben, die unregelmäßig und zum Teil auch unvorhersehbar auftreten, die Probleme verursachen können. Die beste Lösung für dieses Problem ist die Bildung von Rücklagen. Eine ausführliche Anleitung, wie Sie dieses Problem am besten angehen, finden Sie unter Geldtipp 4: So bilden Sie Rücklagen.

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